Kultur im Großraum Wien

Wien erwartet Sie mit Museen und Sammlungen von internationalem Format etwa mit dem Kunsthistorischen Museum - eines der bedeutendsten Museen der Welt - und seiner weltgrößten Sammlung an Brueghel-Gemälden.  Übrigens: das Museum in Wien bietet mit der Jahreskarte günstigen Eintritt in sieben Museen. Diese Jahreskarte rechnet sich auch für für Sie, wenn Sie mehr als drei Museen im Museumsverband Österreich besuchen möchten. Das MuseumsQuartier mit dem Leopold Museum (Schiele!), Museum Moderner Kunst, Architekturzentrum und Kunsthalle zählt zu den bedeutendsten Kulturbezirken. Die Albertina ist die größte grafische Sammlung der Welt (60.000 Zeichnungen, 1 Million Druckgrafiken). Und das Liechtenstein Museum begegnet Ihnen als Ort barocker Lebenslust. Als Stadt der Musik genießt Wien internationalen Ruf. Komponisten wie Strauß, Mozart, Beethoven und Haydn haben hier gewirkt. Die Wiener Philharmoniker zählen zur Weltspitze, die Staatsoper gehört zu den international führenden Häusern, die Wiener Sängerknaben begeistern Musikfreunde rund um den Globus. Auch als Musical-Metropole hat sich Wien profiliert. Das Nebeneinander von Traditionellem (Kaffeehaus, Heuriger) und Topaktuellem wie Restaurants und Shopping-Angeboten sowie international renommierten Szene-Events (z.B. Life Ball), vermittelt Ihnen ein einzigartiges Lebensgefühl zwischen Beschaulichkeit und Action. Und mit einer weiteren Besonderheit kann Wien aufwarten: einer für Großstädte außergewöhnlichen Anzahl an Grünflächen und Naherholungsgebieten wie dem Wienerwald, den Praterauen oder der Donauinsel und herrlichen Parkanlagen in der Inneren Stadt (Burggarten, Volksgarten).

Hofburg

Die Hofburg in Wien war seit dem 13. Jahrhundert Residenz der österreichischen Herzöge aus dem Geschlecht der Babenberger, nach der Übernahme der Herrschaft durch die Habsburger Sitz der deutschen Könige aus dieser Familie und seit dem 15. bis zum Beginn des 19.Jahrhunderts Regier­ungs­mittelpunkt der Römisch-deutschen Kaiser. Von 1804 bis 1918 war die Hofburg Residenz der Kaiser von Österreich, die u.a. zugleich Könige von Ungarn, Böhmen, Kroatien und Galizien waren. So umfasst die Hofburg heute 18 Trakte und 19 Höfe aus den Bauperioden der Gotik, der Renaissance, des Barock, des Biedermeier und des Historismus. Die Hofburg umfasst rd. 240.000 Quadratmeter, an die sich der weitläufige Helden- und der kleinere Josefsplatz anschließen und die von Gartenanlagen (Burg- und Volksgarten) ergänzt werden. Nur ein Teil der Hofburg ist öffentlich zugänglich, so vor allem die Kaiserappartements, die Spanische Reitschule, die Burgkapelle und die Schatzkammer. Der Leopoldinische Trakt der Hofburg – benannt nach Kaiser Leopold (1640 – 1705) dient den österreichischen Bundespräsidenten als Amtssitz.

Dommuseum

Das Dommuseum befindet sich im Herzen von Wien, gleich neben dem Wiener Wahrzeichen, der Kathedrale von St. Stephan. In seiner Dauerausstellung ist Kunst aus über 1000 Jahren zu sehen, darunter einzigartige Werke der Buchmalerei und Goldschmiedekunst, eine bedeutende Sammlung von gotischen und barocken Gemälden und Skulpturen. Der wertvollste Schatz ist das Porträt Herzog Rudolfs des Stifters aus dem 14. Jahrhundert, das älteste gemalte Porträt des Abendlandes. Herzog Rudolf IV. stiftete die Wiener Universität und finanzierte den Ausbau der Kathedrale von St. Stephan, der er im Jahre 1365 seine umfangreiche Reliquiensammlung schenkte. Die erhaltenen Stücke, darunter Reliquiare, Monstranzen und Manuskripte, werden heute in der Schatzkammer des Dommuseums aufbewahrt. Zu den kostbarsten Objekten dieser Sammlung gehören zwei syrische Glasgefäße aus der Zeit der Kreuzzüge. Der Überlieferung zufolge enthielten die Glasgefäße die mit dem Blut der „unschuldigen Kinder“ getränkte Erde aus Bethlehem. www.dommuseum.at

Österreichs Heeres- und Marinegeschichte unter einem Dach

Militär- und Kriegsgeschichte, Technik und Naturwissenschaft, Kunst und Architektur verschmelzen im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien zu einem einzigartigen Ganzen. Zwischen 1850 und 1856 wurde das Bauwerk als Kernstück des Arsenals nach Plänen von Ludwig Foerster und Theophil Hansen errichtet, die damit den Stil der Wiener Ringstraße vorwegnahmen. Heutzutage werden in diesem ältesten Museumsbau der Stadt die Geschichte der Habsburgermonarchie vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1918 und das Schicksal Österreichs nach dem Zerfall der Monarchie bis 1945 gezeigt. Dabei stehen die Rolle des Heeres und die militärische Vergangenheit auf hoher See im Vordergrund. Von einer bewegten Vergangenheit zeugen auch die große Sammlung historischer Geschützrohre aus sieben Jahrhunderten sowie das frei aufgestellte Panzermuseum. www.hgm.or.at

Das Sigmund Freud Museum

Seit 1971 befindet sich in der Berggasse 19 in Wiens neuntem Bezirk das Sigmund Freud Museum. Hier lebte und arbeitete Sigmund Freud 47 Jahre lang, ehe er 1938 in die Emigration getrieben wurde. Mittlerweile zählt die Adresse zu den bekanntesten der Welt. Hier entstanden nahezu alle Schriften des Begründers der Psychoanalyse. Bahnbrechende Werke wie „Die Traumdeutung“ oder „Totem und Tabu“ wurden im Arbeitszimmer der Praxis verfasst. Diese Räume im typisch bürgerlichen Haus aus der Gründerzeit sind heute täglich der Öffentlichkeit zugänglich und ziehen zwischen 60.000 und 80.000 Besucher an. Ausstellung über Entstehung der Psychoanalyse Das Museum zeigt in den ehemaligen Praxis- und privaten Wohnräumen Freuds eine Dokumentation zu Leben und Werk des Begründers der Psychoanalyse. In einem Videoraum ist einzigartiges privates Filmmaterial der Familie Freud aus den dreißiger Jahren zu sehen, originale Gegenstände aus dem Besitz Freuds, das Wartezimmer seiner Praxis und Teile seiner umfangreichen Antikensammlung lassen das Umfeld, in dem die Patienten analysiert wurden und eine neue Wissenschaft entstand, spüren. Kunstsammlung und Wechselausstellungen Eine Sammlung zeitgenössischer Kunst zeigt den Einfluss der Psychoanalyse auf das künstlerische Schaffen und tägliche Leben der Neuzeit, wechselnde Sonderausstellungen präsentieren Hintergründe der Psychoanalyse, den geschichtlichen Kontext oder Beispiele der Rezeptionsgeschichte dieser Wissenschaft. Das Museum ist täglich geöffnet, geführte Museumsrundgänge sind gegen Voranmeldung möglich. www.freud-museum.at

Haus der Musik

Das Klangmuseum Eine musikalische Entdeckungsreise: Das Haus der Musik ist ein modernes, interaktives Erlebnismuseum in der Wiener Innenstadt und zugleich die Gründungsstätte der Wiener Philharmoniker, denen hier ein eigenes Museum gewidmet ist. Machen Sie eine musikalische Zeitreise zu den großen Meistern der Wiener Musiktradition und erleben Sie die Welt von Mozart, Haydn, Beethoven, Strauß und anderen mehr. Hier präsentiert sich auf 6 Etagen die faszinierende Welt der Musik und Klänge. Erproben Sie Ihr musikalisches Talent am virtuellen Dirigentenpult, komponieren Sie Ihren eigenen Walzer, oder experimentieren Sie mit Klängen, Geräuschen und Instrumenten, wie es sie weltweit nur im Haus der Musik gibt. 1010 Wien, Seilerstätte 30. www.hdm.at

Der Wienerwald

Nur wenige Großstädte können sich glücklich schätzen, ein Paradies wie den Wienerwald vor ihren Toren zu besitzen. Wie eine große Schleife zieht sich die >Grüne Lunge< der Stadt von Klosterneuburg bis Baden. Sanftes Hügelland und schroffer Fels, wasserdurchtoste Schluchten und friedliche Weinberge, tiefe Wälder, verträumte Wiesen und geheimnisvolle Aulandschaften bieten eine Vielfalt atemberaubender Naturerlebnisse. Reich an Kulturschätzen und Zeugnissen der wechselvollen Geschichte heißt der Wienerwald seit Jahrhunderten Erholungs- und Bildungssuchende gastfreundlich willkommen. So ist diese Landschaft nicht nur beliebtestes Wochenendziel vieler lufthungriger Wiener, sondern auch Geheimtipp für eine wachsende Zahl von Besuchern aus aller Herren Länder, die den Wienerwald hautnah erleben wollen. 2005 wurde der Wienerwald von der UNESCO als Biosphärenpark anerkannt. Wir  präsentieren Ihnen da zwei Sehenswürdigkeiten von vielen :

Die Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz

liegt 15 Km außerhalb Wiens im idyllischen Wienerwald und besteht seit 1133 ohne Unterbrechung. Die vollständig erhaltene Klosteranlage aus dem Mittelalter, die romanische Abteikirche mit dem Kreuzgang und dem gotischen Brunnenhaus, ergänzt durch prachtvolle barocke Hofanlagen machen das Stift zum beliebten Ausflugsziel. Im Kloster wird auch eine Reliquie vom Kreuz Christi aufbewahrt. Ein ausgezeichnetes Restaurant mit herrlichen Weinen sorgt im Stift für Ihr leibliches Wohl und Informationsbroschüren gibt es auch in russischer Sprache. Für Einzelgäste oder Gruppen gibt es einen eigenen Gästetrakt, zwei Jugendherbergen und moderne Seminarräume. Heiligenkreuz  erreichen Sie am Besten mit der U1 Wien > Südtiroler Platz > Regionalzug Mödling > Bus 365 > Stift Heiligenkreuz (Badener Tor). www.stift-heiligenkreuz.at

Europas größter unterirdischer See

Ein gewaltiges Naturereignis ist „schuld“ daran, dass das südliche Niederösterreich heute eines der eindrucksvollsten Naturdenkmäler der Welt beherbergt: die SEEGROTTE in der Hinterbrühl. Es war im Jahre 1912, als nach einer Sprengung im damaligen Gipsbergwerk Hinterbrühl mehr als 20 Millionen Liter Wasser mit ungeheurer Wucht in die Gänge und Stollen strömten. Durch den Einbruch des Wassers hat sich ein riesiger See gebildet, der heute der größte unterirdische See Europas ist. Ein Team von internationalen Höhlenforschern hat in den 30er Jahren das einmalige Naturspektakel unter Tag entdeckt. Von Anfang an erwies sich die SEEGROTTE als Touristenattraktion ersten Ranges.  Während des Zweiten Weltkrieges wurde die SEEGROTTE eine Flugzeugfabrikation, und hier wurde auch der erste Düsenjäger der Welt produziert. (in der SEEGROTTE ausgestellt.). Führungen (1.4 - 31. 10.: 9 -17h, 1. 11 - 31 3.: 9 -12/13 - 15h, Samstag - Sonntag und Feiertag bis 15.30h) inklusive einer romantischen Motorbootfahrt auf Europas größtem unterirdischen See finden ganzjährig täglich (in mehreren Sprachen) für Gruppen auch in russischer Sprache statt. www.seegrotte.at

Schloss Esterházy

Schloss Esterházy in Eisenstadt ist eines der schönsten Schlösser Österreichs und das bedeutendste Kulturdenkmal des Burgenlandes. Auch Heute steht das Schloss im Mittelpunkt des kulturellen Geschehens und wird immer wieder zum malerischen Schauplatz von Festen und gesellschaftlichen Ereignissen. 300 Jahre Baugeschichte, Kunstgenuss und die Lebensweise der Fürsten Esterházy können in den Räumlichkeiten des Schlosses erlebt werden. Der prunkvolle Haydnsaal ist einer der schönsten Konzertsäle der Welt und zählt zu den absoluten Highlights der Schlossbesichtigung. Der Name geht auf den berühmten Komponisten Joseph Haydn (1732 – 1809) zurück, der fast 40 Jahre für die Fürstenfamilie Esterházy tätig war. In den über 330 Jahre alten Kellergewölben des Schlosses befindet sich das größte Weinmuseum Österreichs mit über 700 faszinierenden Objekten.

Burg Forchtenstein

Die Burg beherbergt die einzigartigen Schätze der Fürstenfamilie und ist ein beliebtes Ausflugsziel direkt vor den Toren von Wien. Seit dem frühen 17. Jahrhundert im Besitz der Esterházy, gilt Burg Forchtenstein bis heute als der „Tresor“ für die bedeutenden Sammlungen der Familie. Auf Burg Forchtenstein befindet sich eine der größten privaten Waffensammlungen Europas, das ehemalige fürstliche Zeughaus.  Die Esterházy Ahnengalerie präsentiert eine der größten barocken Familiengalerien Mitteleuropas. Die Esterházy Schatzkammer, die am Ende des 17. Jhdts. als Aufbewahrungsort für kostbare Erbstücke errichtete Schatzkammer, ist die einzige an ihrem ursprünglichen Ort verbliebene Kunst- und Wunderkammer weltweit. Sie beherbergt exotische Tierpräperate, Kuriositäten, filigrane Gegenstände aus Elfenbein und Bein. Auf Anfrage stellen wir für Sie auch gerne ein individuelles und maßgeschneidertes Programm zusammen, organisieren für Sie exklusive Führungen und Konzerte im privaten Rahmen. www.esterhazy.at

Der Jugendstil

ist vom Titel der 1896 in München gegründeten Kunstzeitschrift "Die Jugend" abgeleitet und benennt einen Stil, der romantische Anklänge aufweist, sich gegen den Historismus als Stilnachahmung wendet und um 1900 seine Blüte erlebt. Der Jugendstil ist durch barocke Fülle vor allem dekorativer Natur und durch die Überfülle pflanzlicher Motive und sich schlängelnder Linien gekennzeichnet. Das Ornament steht hier im Vordergrund, überwuchert den Inhalt, der sich dem Ornament unterwirft. Es gibt im Ganzen nur wenige Motive: Charakteristisch sind die Linie, die Schlangenlinie, alles Fließende, Pflanzen, bewegtes Wasser, Schwan, Haare, die starr, leblos, steril zu einem abstrakten Ornament werden. Es ist eine Flächenkunst, zweidimensional, ohne jede Raumillusion. Einerseits vertritt der Jugendstil einen vitalen Lebensbegriff, ein Programm der Lebensfreude und des Genusses, macht Stimmung gegen Resignation und Endzeitstimmung. Andererseits kultiviert man gerade die Lust am Verfall, genießt den Luxus und auch die Neurosen, Morbides und Dekadentes

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